Probleme beim Rechnen im Long Format

Allgemeine Fragestellungen zu Statistik mit SPSS.

Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon RedSkorpion » Do 11. Jul 2019, 14:33

Hallo zusammen! :)
Ich habe eine Frage zu SPSS und habe große Hoffnung, dass sie mir jemand von hier vielleicht beantworten kann, weil mein Prof leider nicht so detailliert mit SPSS umgehen kann :D - Es geht um's Long-Format:
Ich habe meine Daten erst vom Wide- ins Long-Format umstrukturiert, um dort meine UV (Indexvektor) für die Stufen 1-5 (neutral bis sehr schwer) meiner AV1, AV2 zu erhalten und um sie passend zum Rechnen nebeneinander angeordnet zu haben.

Da ich aber nun für 1 Versuchsperson 5 Stufen (1-5, also je einmal neutral bis sehr schwer) habe (liegt an den Stufen der AVn), habe ich natürlich 5 mal untereinander meine erste Versuchsperson. Und dies für jede meiner 99 Versuchspersonen. Leider ergibt sich beim Rechnen dadurch auch eine erhöhte Gesamtstichprobe, nämlich N x 5.

Und ich habe gehört, man kann irgendwo vorselektieren/ einstellen, dass SPSS zwar die passenden Werte verwendet und keine verliert/vergisst, aber SPSS auch versteht, dass ich nur letztlich N (in diesem Fall 99 VP) habe und nicht N x 5 (also 495). Weiß jemand zufällig wo das einstellbar wäre?

Tausend Dank!! :)
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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon ponderstibbons » Do 11. Jul 2019, 15:46

Ich verstehe zwar leider nicht die Anordnung Deiner Variaben und Deine Analyse, aber Auswahl
von Fällen geht mit "Fälle auswählen", hier gegebenenfalls unter Verwendung von "LAG" d,h, sowas
wie: IF(probandencode ne LA(probandencode)) als Selektionsbedingung.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon RedSkorpion » Do 11. Jul 2019, 16:10

Hallo ponderstibbons,

weiter unten habe ich ein Bild angefügt. So sieht es im Longformat bei mir aus. Und für die Berechnungen benötige ich tatsächlich auch, dass jede UV der danebenstehenden AV (zweites Bild ganz hinten die letzten 3 Variablen) zugeordnet wird. Aber für die Berechnungen ist es halt kacke, weil ein N = 495 verwendet wird, aber ich in Wirklich nur 99 VP habe. Vielleicht wird es dadurch deutlicher... Passen deine Lösungsvorschläge dazu?

Vielen Dank schon mal!

2019-07-11 (10).png
Zuletzt geändert von RedSkorpion am Mo 29. Jul 2019, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon RedSkorpion » Do 11. Jul 2019, 16:11

Ich benötige ja alle Versuchspersonen und zwar in allen 5 Stufen. Aber ich weiß nicht, wie ich SPSS verständlich mache, dass es in Wirklichkeit nur 99 Versuchspersonen sind und die Anzahl 495 = Anzahl der Fälle (also 99 x5) ist
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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon ponderstibbons » Do 11. Jul 2019, 16:28

Wenn Du einmal erzählen würdest, was Du eigenlich rechnen/testen würdest, könnte das nützlich sein.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon RedSkorpion » Do 11. Jul 2019, 18:06

Ach so, klar. Ich habe einen Faktor mit Messwiederholung: ich rechne einmal ne Moderatoranalyse über multiple (hierarchische) Regression, Varianzanalyse, Korrelationen (mir ist klar, dass die Daten durch Abhängigkeit verzerrt sein können, wenn ich mit SPSS rechne, aber das ist nicht mein Problem, sondern gerade eher die ANzahl der Versuchspersonen, die künstlich erhöht wurde durch N x 5, also sei das zu vernachlässigen).
Es geht darum herauszufinden, ob eine Gerechtigkeitsverletzung (stufenweise erhöht von 1-5) die Art der Wiedergutmachung beeinflusst bzw. in welche Richtung die Wiedergutmachung ausschlägt (Av1 ist Rache und Av2 Klärung über Gespräche). Da ich eine Vigniettentechnik verwende, die als Online-Erhebung diese 5 Stufen in Szenarien abbildet und die VP Items zu Av1 und Av2 beantwortet haben, und meine UV die Szenarien 1-5 darstellen, musste ich die UV im Nachhinein über die Umstrukturierung ins Longformat bilden (die UV sind die Stufen 1-5 je Versuchsperson).
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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon ponderstibbons » Do 11. Jul 2019, 18:14

Im Langformat kannst Du ein Mehrebenenmodell rechnen (Prozedur MIXED). Das berücksichtigt,
dass je 5 Beobachtungsfälle in einer Person geclustert sind.

Oder Du strukturierst das so, dass es für eine Messwiederholungs-Varianzanalyse geeignet ist,
d.h. für jede abhängige Variable 5 Spalten, entsprechend den 5 Bedingungen, unter denen
die AV gemessen wurde. Analysiert werden könnte das mit Messwiederholungs-
Varianzanalysen.

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons
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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon RedSkorpion » Do 11. Jul 2019, 19:49

Danke dir!
Also den zweiten Abschnitt verstehe ich schon mal, ich probiere das mal aus, aber soweit ich weiß, würde ich dann zurück ins Wide-Format strukturieren müssen.

Den ersten Teil mit Mixed Models verstehe ich noch nicht. Wo genau findet man die?
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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon ponderstibbons » Do 11. Jul 2019, 20:21

Bemühe die SPSS Suchfunktion oder eine Internet-Suchmaschine.
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Re: Probleme beim Rechnen im Long Format

Beitragvon RedSkorpion » Fr 12. Jul 2019, 16:33

Danke für deine Hilfe bis hierhin. Ich habe die halbe Nacht dran gesessen, aber der Teil mir gerade einfach zu hoch, da das größtenteils neu ist und ich wahnsinnig Zeitdruck habe.

Das neue N ist vielleicht nicht optimal, aber schlimmer sind einfach die Abhängigkeiten durch die Messwiederholung. HLM fällt aus, aber ich habe noch gehört, dass ich versuchspersonenbasierte Dummy-Variablen in den hierarchischen multiplen Regressionen einsetzen könnte, um interindividuelle Unterschiede wie z.B. Alter und Berufserfahrung zu codieren und Autokorrelation zu reduzieren.

Ich hab das vorher noch nie gemacht und wollte daher mal fragen, kann ich einfach "schwammig" festlegen:
0 -> es liegen Unterschiede vor (ohne weiter festzulegen welche)
1 -> es liegen keine Unterschiede vor

Bin für jeden Tipp dankbar. :)
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