Hypothesenüberprüfung

Pearson, Spearman und co., Korrelationsanalysen aller Art mit SPSS.

Hypothesenüberprüfung

Beitragvon Shiroxy » Mo 25. Feb 2019, 21:07

Hallo zusammen

Ich führe gerade meine SPSS-Auswertungen meiner Umfrage für meine Masterarbeit aus. Wenn ich einfache Hypothesen formuliert habe, dass eine Variable die andere in irgendeiner Form beeinflusst, kam ich mit einer einfachen bivariaten Korrelation weiter. Nun habe ich aber eine verschachtelte Hypothese:

H: Die quantitative Arbeitsmenge und die organisationalen Beschränkungen wirken sich weniger negativ auf das wahrgenommene feindselige Führungsverhalten aus, wenn die zentrale Selbstbewertung der Mitarbeiter höher ist.

Meine Frage ist nun: Wie kann ich diese mit SPSS überprüfen?

Vielen Dank vorab.
Shiroxy
 
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Re: Hypothesenüberprüfung

Beitragvon strukturmarionette » Mo 25. Feb 2019, 22:43

Hi,

Meine Frage ist nun: Wie kann ich diese mit SPSS überprüfen?

- Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten.
- Dem Anschein nach handelt es sich um zwei gerichtete Moderationshypothesen.
- Ist das so?

- N?
- Untersuchungs-Design?
- Manifeste oder Latente Variablen /Variablenbeschreibung?
- Zielpopulation?

Gruß
S.
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Re: Hypothesenüberprüfung

Beitragvon Shiroxy » Mo 25. Feb 2019, 23:59

Danke, für das schnelle reagieren.
N=175, Zielpopulation=Personen die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen. In der Hypothese fehlt das (a) bei organisat. Beschränkungen und das (b) quantitative Arbeitsmenge.
Wenn ich nun zuerst auf Hypothese (a) eingehe habe ich die Variable zentrale Selbstbewertung mit einer Skala von 1(trifft gar nicht zu bis 5 trifft voll und ganz zu), die organisationalen Beschränkungen auf einer Skala von 1 nie bis 5 sehr oft und das feindselige Führungsverhalten auf einer Skala von 1 nie bis 5 fast immer. Alle drei wurden mit verschiedenen Items gemessen, die zu jeweils drei neuen Variablen über den Mittelwert zusammengefasst wurden.

Ich finde zur Zeit nur Möglichkeiten das Ganze über eine Regression zu machen mit PROCESS. Aber so gesehen habe ich ja keine intervallskalierten Variablen. Gibt es noch eine andere Möglichkeit?
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Re: Hypothesenüberprüfung

Beitragvon ponderstibbons » Di 26. Feb 2019, 09:39

Alle drei wurden mit verschiedenen Items gemessen, die zu jeweils drei neuen Variablen über den Mittelwert zusammengefasst wurden.

Aber so gesehen habe ich ja keine intervallskalierten Variablen.

Die zweite Annahme passt nicht zur vorhergehenden Beschreibung.

Wenn die Konstrukte durch mehrere Items gemessen wurden, die zusammengefasst werden,
werden die Messungen häufig wie intervallkskaliert behandelt.

In dem Fall wäre jeweils eine multiple Regression denkbar mit der unabhängigen Variable (UV),
zentraler Selbstbewertung (Moderator), sowie UV*Moderator.

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons
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Re: Hypothesenüberprüfung

Beitragvon Shiroxy » Di 26. Feb 2019, 10:25

Vielen Dank!

Nun habe ich noch eine andere Frage, die nicht ganz zu Korrelationen passt. Ich würde gerne bei einer bivariaten Korrelation Störvariablen herausrechnen. Das ist auch bei allen Störvariablen wie Geschlecht und Dauer der Arbeitszeit mit seinem direkten Vorgesetzten kein Problem. Jedoch habe ich Probleme beim Alter. Das Alter wird mir nicht nicht als auszuwählende Variable angezeigt (links in der Liste). Das Alter habe ich über ein Textfeld erfasst. Muss ich dieses irgendwie umformen, dass es als Störvariable eingesetzt werden kann?
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Re: Hypothesenüberprüfung

Beitragvon ponderstibbons » Di 26. Feb 2019, 10:36

Wenn Alter als Text / Stringvariable vorliegt, musst Du erst einen numerische daraus machen.
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Re: Hypothesenüberprüfung

Beitragvon Shiroxy » Fr 8. Mär 2019, 15:09

Hallo,

ich muss den Thread leider noch einmal aufwärmen.
Bei der Moderatorenanalyse via SPSS bin ich mir unsicher, wie ich für mich die sinnigsten Ergebnisse erziele.

Meine Hypothese, dass ein Effekt den anderen weniger beeinflusst, wenn die Ausprägung einer moderienden Variable höher ist, möchte ich ja gerne beweisen.
Meine Moderationsvariable ist eine Variable die mit den Ausprägungen 1-5 gemessen werden.

Wie stelle ich denn nun fest ob eine hohe Ausprägung den Effekt abschwächt oder andersum eine niedrige Ausprägung den Effekt verstärkt?
Muss ich dafür meine Moderationsvariable in 2 Kateogrien einteilen?
Oder sehe ich den Effekt irgendwie anders?

Danke vorab.
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Re: Hypothesenüberprüfung

Beitragvon ponderstibbons » Sa 9. Mär 2019, 12:38

Moderatoreffekte werden durch die Wechselwirkung Moderator*Präfiktor repräsentiert. Ein 5stufiger Moderator ist streng genommen ordinalskaliert und müsste durch 4 Dummy-Variablen repräsentiert werden, dementsprechend der Moderatoreffekt durch die 4 Wechselwirkungen (Produkte dummy*Prädiktor). Aber vielleicht akzeptiert Dein Abnehmer das 5stufige Item als intervallskaliert, dann wäre neben dieser Moderatorvariable das Produkt Moderator*Prädiktor ins Modell zu nehmen.

Vielleicht suchst Du mal im Netz nach Moderation SPSS Hayes.

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons
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