Gruppenvergleich in SPSS

Allgemeine Fragestellungen zu Statistik mit SPSS.

Gruppenvergleich in SPSS

Beitragvon Pippa » Di 21. Feb 2017, 17:08

Hallo zusammen,

ich untersuche den Einfluss der Haustierhaltung auf das psychische und physische Wohlbefinden. Die Haustierhaltung bezieht sich insbesondere auf Hunde und Katzen, daher wird im Fragebogen abgefragt, wer Hund/e oder Katze/n besitzt. Alle Hypothesen die ich testen möchte, werden immer anhand Hunde/Katzenbesitzer und Nicht-Haustierbesitzer überprüft. Ich vergleiche immer diese drei Gruppen.

Die Variable "Haustier" hat folgende Werte: 1=Hundebesitzer, 2= Katzenbesitzer, 3= Hunde und Katzenbesitzer, 4= andere Tiere, 5=keine Haustiere. Die Hypothese lautet konkret: "Hunde- und Katzenbesitzer (ordinal skaliert) unterscheiden sich abhängig ihres Geschlechts in ihrer inneren Ausgeglichenheit (intervallskaliert, fünf-stufige Likertskala).

Wähle ich nun die Fälle Hunde und Katzenbesitzer aus, also IF (haustier <=3), oder muss ich eine neue Variable berechnen und falls ja wie muss ich vorgehen?

Um des Weiteren zu testen, inwieweit das Geschlecht der Haustierbesitzer die innere Ausgeglichenheit beeinflusst, möchte ich eine Regressionsanalyse durchführen. Kann ich das überhaupt, da "Geschlecht" nominal skaliert ist?

Es wäre super nett, wenn ihr mir weiterhelfen könntet. Vieeeelen Dank vorab!! ;)
Pippa
 
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Re: Gruppenvergleich in SPSS

Beitragvon ponderstibbons » Di 21. Feb 2017, 19:44

ich untersuche den Einfluss der Haustierhaltung auf das psychische und physische Wohlbefinden.

Wenn das keine eperimentelle Studie ist oder wenigstens eine Langzeit-Studie, ist (kausaler) Einfluss wohl etwas hoch gegriffen. "Zusammenhang zwischen Tierhaltung und Wohlbefinden" trifft dann die Sache wohl eher.
"Hunde- und Katzenbesitzer (ordinal skaliert)

Das sind 5 Kategorien, da ist nichts ordinal.
inneren Ausgeglichenheit (intervallskaliert, fünf-stufige Likertskala).

Falls es sich nur um 1 Item vom LikertTyp handelt, dann ist das eine ordinalskalierte Messung. Likert-Skalen bestehen aus mehreren solcher Items vom Likert-Typ, deren Werte addiert werden. Liegt sowas hier vor?
"Hunde- und Katzenbesitzer (...) unterscheiden sich abhängig ihres Geschlechts in ihrer inneren Ausgeglichenheit

Ist gemeint, es unterscheiden sich Hundebesitzer von Katzenbesitzern, und der Unterschied zwischen Hundebesitzern und Katzenbesitzern ist bei Männern anders als bei Frauen - ist das die Hypothese?
Wähle ich nun die Fälle Hunde und Katzenbesitzer aus, also IF (haustier <=3), oder muss ich eine neue Variable berechnen und falls ja wie muss ich vorgehen?

Regressionsanalyse (entsprechend Deiner Auswahl), sofern Ausgeglichenheit tatsächlich eine intervallskalierte Likert-Skala ist. Oder willst Du erstmal nur Hundebesitzer mit Katzenbesitzer vergleichen, ohne Einbezug des Geschlechtes?
Um des Weiteren zu testen, inwieweit das Geschlecht der Haustierbesitzer die innere Ausgeglichenheit beeinflusst, möchte ich eine Regressionsanalyse durchführen. Kann ich das überhaupt, da "Geschlecht" nominal skaliert ist?

Jetzt verstehe ich es leider nicht mehr. Willst Du den Effekt von Geschlecht auf die Ausgeglichenheit separat testen oder wie oben eigentlich angegeben in Zusammenhang mit Typ des besessenen Tieres? Im ersten Falle, wieso mit einer Regression?

Ungeachtet dessen, für kategoriale Variablen mit k Stufen werden für eine lineare Regression k-1 dummy-Variablen berechnet, die man dann als Prädiktoren in der Regression verwendet.

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons
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Re: Gruppenvergleich in SPSS

Beitragvon Pippa » Mi 22. Feb 2017, 11:05

Zunächst einmal vielen lieben Dank für die schnelle Rückmeldung! :)

Ja genau, es geht darum, ob irgendwelche Zusammenhänge zwischen Haustierhaltung und dem subjektiv eingeschätzten Wohlbefinden bzw. der gesundheitsbezogenen Lebensqualität vorliegen. Des Weiteren wird untersucht inwieweit Haustierbesitzer die wahrgenommene soziale Unterstützung, bei einem kleinen sozialen Netzwerk in dem sie sich befinden, angeben. Sprich, ob sie die wahrgenommene soziale Unterstützung größer einschätzen als Menschen ohne Haustier, die ebenfalls auf ein kleineres soziales Netzwerk zurückgreifen können.

Die innere Ausgeglichenheit setzt sich als neue Variable aus mehreren Items zusammen, basierend auf der Skala "psychisches Wohlbefinden" des SF-36 und diese ist eine Likert-Skala. Ich möchte untersuchen, ob sich männlich und weibliche Hunde/Katzenbesitzer hinsichtlich der inneren Ausgeglichenheit unterscheiden und falls ja, ob dies bei männlichen/weiblichen Hunde/Katzenbesitzern der Fall ist. Also ob die innere Ausgeglichenheit zum einen mit dem Geschlecht und zum anderen davon abhängt, ob ich Hunde oder Katzen halte.

An dieser Stelle angelangt ist mir nicht klar, wie ich die Fälle auswähle, also z.B. für jede der Gruppen eine neue Variable berechnen wie IF(haustier=1 AND sex=1)hundebesitzer_männlich=1. usw. oder ob ich die Fälle einfach nur nach Haustierbesitzer (IF (haustier=1)hundebesitzer=1.) auswähle und das Geschlecht bei der Regression mit einfließen lasse. Diese Aufteilung der Gruppen brauche ich nämlich auch für weitere Berechnungen wie Korrelationen etc. Ich bin blutiger Statistik/SPSS Anfänger, von daher weiß ich nicht welche Variante besser ist, um die Fälle auszuwählen :|
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Re: Gruppenvergleich in SPSS

Beitragvon ponderstibbons » Mi 22. Feb 2017, 13:05

Ich möchte untersuchen, ob sich männlich und weibliche Hunde/Katzenbesitzer hinsichtlich der inneren Ausgeglichenheit unterscheiden und falls ja, ob dies bei männlichen/weiblichen Hunde/Katzenbesitzern der Fall ist. Also ob die innere Ausgeglichenheit zum einen mit dem Geschlecht und zum anderen davon abhängt, ob ich Hunde oder Katzen halte.

Dann rechnest Du eine zweifaktorielle Varianzanalyse mit Geschlecht und Haustiertyp als Faktoren und Ausgeglichenheit als abhängiger Variable. Wenn Du nur 2 Haustierbesitzertypen einbeziehen willst, kannst Du diese vorher mit "Fälle auswählen" herauspicken.

Alternativ eine lineare Regression, ist in dem Fall etwas umständlicher (wegen der erst noch zu bildenden dummy- und Wechselwirkungsvariablen), die Ergebnisse wären genau dieselben.

Diese Aufteilung der Gruppen brauche ich nämlich auch für weitere Berechnungen wie Korrelationen etc.

Eigentlich nicht.
Ich bin blutiger Statistik/SPSS Anfänger, von daher weiß ich nicht welche Variante besser ist, um die Fälle auszuwählen

Das hat mit der Software SPSS nichts zu tun, wie es aussieht, sondern nur mit den Überlegungen zum Vorgehen bei der statistischen Auswertung.

Mit freundlichen Grüßen

P.
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Re: Gruppenvergleich in SPSS

Beitragvon Pippa » Mi 22. Feb 2017, 13:53

Super, herzlichen Dank nochmal für die schnelle Hilfe und LG :)
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