Mein Betreuer hatte mir damals, völlig ahnungslos von Statistik, gesagt ich solle den Verlauf der Werte beschreiben (Deskriptivstatistik) und das Hauptaugenmerk dabei auf die Hämodynamik legen.
Man könnte also heute fragen: "Bleibt der Kreislauf während der OP stabil?".
Dann ist eine Mittelwertbetrachtung doch wenig interessant. Bei A geht er hoch,
bei B runter, beide instabil, aber weil sich erhöhte und erniedrigte Werte gegenseitig
ausgleichen, bleibt der Mittelwert stabil.
Wenn man definieren kann, wann ein Patient einen "instabilen Verlauf" zeigt,
kann man das individuell bestimmen und den Anteil (in)stabiler Patienten
plus Konfidenzintervall angeben. Leider liefert das keinen Anlass für einen
statistischen Test.
Oder ist tatsächlich konkret als Fragestellung gemeint, "bleibt über alle
Patienten der Mittelwert über die Zeit konstant"?
Die fehlenden Werte sind dem geschuldet, dass sie nicht rechtzeitig dokumentiert wurden.
Demnach völlig zufällig, nicht systematisch, z.B. nicht dass aus irgendeinem Grund
Werte eher dann fehlen, wenn der Blutdruck gerade hoch (oder niedrig) ist?
Was ist "Missing Value Imputation"?
Wenn Werte zufällig fehlen, dann kann man versuchen, sie zu imputieren (zu schätzen).
Mit freundlichen Grüßen
PonderStibbons