Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Pearson, Spearman und co., Korrelationsanalysen aller Art mit SPSS.

Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Beitragvon Iras123! » So 17. Mär 2024, 16:26

Hallo zusammen,

ich hätte eine Frage zu meiner Masterarbeit:
Ich habe einen Fragebogen zur Emotionsregulation, den sowohl Kinder und Eltern ausgefüllt haben. Es war der gleiche Fragebogen bei dem ledeglich einzelne Fragebogen gefiltert wurden sind, je nachdem ob man als Erwachsener oder Kind teilgenommen hat. Manchmal haben auch nur Kindern ohne Eltern oder nur Eltern ohne Kinder den Fragebogen ausgefüllt. Jede Person musste am Ende angeben, ob sie

1. den Fragebogen als erstes Ausfüllt und noch ein Wort brauchen, dann wurden ihnen ein Wort zugelost, dass sie noch einmal eingeben sollten (TE07_01) oder
2. sie als zweites Teilnehmen, also ihr "Fragenbogenpartner" bereits Teilgenommen hat, dann sollten sie das Wort ihres Kindes/Elternteils eintragen (TE11_01/TE12_02).

So kann ich jetzt (in der Theorie zumindest) Dyaden bilden, um mir den Zusammenhang zwischen der Elterlichen und Kindlichen Emotionsregulation anzuschauen (gemessen durch eindimensionalen Fragebogenmittelwert).
In der Praxis bin ich damit allerdings sehr überfordert. Wie bekomme ich es hin, nur die Fälle von Personen zu haben, die zu zweit teilnehmen und jeweils die Dyaden zuzuordnen.

Ich dachte man könnte es mit gefilterten Fällen machen:
DATASET COPY Dyaden.
DATASET ACTIVATE Dyaden.
FILTER OFF.
USE ALL.
SELECT IF ((TE07_01 = TE11_01) | (TE07_01 = TE12_01)).
EXECUTE.
DATASET ACTIVATE DataSet2.

Aber meine Herangehensweise führt dazu, dass alle Fälle mit TE07_01 auch rausgefiltert werden...

Generell bin ich mir unsicher, was ich genau machen muss um die Korrelation zwischen den Dyaden zu rechnen, so dass die Dyaden Form berücksichtigt wird. Rechnet man Differenzen oder wie geht man vor? :?:

Liebe Grüße und vielen lieben Dank schonmal!
Iras123!
 
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Re: Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Beitragvon strukturmarionette » Mo 18. Mär 2024, 00:30

Hi,

Zusammenhang zwischen der Elterlichen und Kindlichen Emotionsregulation

- für diesen Zweck (bivariate Korrelation) sind zunächst zwei SPSS-Variablen erforderlich
- Existieren die in deiner SPSS-Datendatei?

Gruß
S.
strukturmarionette
 
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Re: Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Beitragvon Iras123! » Di 19. Mär 2024, 22:44

Hallo,

Ich habe mir Gedacht, dass ich die Variablen Emotionsregulations-Wert und die Dichotome Variable WBI (1= Kind, 2= Bezugsperson) nehme. Wenn ich mir das anschaue, bekomme ich zumindest einen allgemeinen Zusammenhang zwischen Eltern und Kindern.
Zusätzlich habe ich überlegt, jeweils über die Werte der Items der zusammengehörigen Kinder und deren Bezugspersonen eine Korrelation zu rechnen und am Ende die verschiedenen Korrelationen irgendwie zusammen zu rechnen. Oder ist das schwierig wegen dem Alpha Fehler ( irgendwas ist da in meinem Hinterkopf)?

Für beide Herangehensweisen müsste ich aber erst wissen: Wie kann ich die Fälle filtert, so dass ich am Ende einen Datensatz habe, in dem nur die Dyaden drin sind? Also nur die Personen, von denen das Codewort zwei mal im Datensatz ist (einmal von dem Kind eingegeben und einem von dem Elternteil). Warum klappt es mit meiner oben geschriebenen Syntax nicht?

Liebe Grüße und vielen Dank!
Iras123!
 
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Re: Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Beitragvon ponderstibbons » Di 19. Mär 2024, 23:59

Zusätzlich habe ich überlegt, jeweils über die Werte der Items der zusammengehörigen Kinder und deren Bezugspersonen eine Korrelation zu rechnen und am Ende die verschiedenen Korrelationen irgendwie zusammen zu rechnen.

Du schriebst, dass Du den Fragebogengesamtwert verwenden willst. Damit ist es konzeptuell
vollkommen ausgeschlossen, dass Du zwischen dem 1 Messwert des Kindes und dem 1 Messwert
des zugehörigen Erwachsenen eine Korrelation rechnest. Was soll denn die Korrelation zwischen
z.B. einem Wert 7,6 und einem Wert 4,3 sein? Korrelationen beschreiben, wie sehr Wertereihen
im Gleichschritt marschieren. So sind die
Wertereihe der Kinder aus Dyaden 1 bis 4: 1, 3, 4, 6 und die
Wertereihe für Bezugspersonen aus Dyaden 1 bis 4: 4, 6, 7, 9
perfekt korreliert

Oder Du meinst, Du willst zwischen den beiden Beteiligten an einer Dyade die Korrelation über die k Items
des Fragebogens hinweg berechnen?

Oder möglicherweise willst Du den Differenzwert zwischen den Angehörigen einer Dyade berechnen,
nicht die Korrelation über die n Dyaden hinweg? Und diese n Differenzen dann geeignet
zusammenfassen.

Für beide Herangehensweisen müsste ich aber erst wissen: Wie kann ich die Fälle filtert, so dass ich am Ende einen Datensatz habe, in dem nur die Dyaden drin sind? Also nur die Personen, von denen das Codewort zwei mal im Datensatz ist (einmal von dem Kind eingegeben und einem von dem Elternteil). Warum klappt es mit meiner oben geschriebenen Syntax nicht?

Wie schon andernorts mitgeteilt, brauchst Du keine Filterung, sondern die korrekte Datenstruktur.
Jede Dyade erhält eine eigene Zeile. In jeder Zeile steht der Emotionsregulationswert für
das Kind dieser Dyade und dann der Emotionsregulationswert für die Bezugsperson.
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Re: Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Beitragvon Iras123! » Mi 20. Mär 2024, 01:46

Entschuldigung, da habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt.

Wenn ich die Fragebogengesamtwerte verwende, dann würde ich die gesamten Werte von allen Kindern und den von allen Eltern vergleichen. Für dieses Vorgehen wollte ich wissen, wie man Filtert.
Und genau die zweite Option wäre die Korrelation über die K Items hinweg zu berechnen. Dann hätte ich für jede einzelne Dyade eine Korrelation über die Items hinweg, weiß dann aber nicht ob man dies nochmal irgendwie zusammenfassen kann.

Wie kann ich meine Daten denn so strukturieren?
Ich weiß ja nicht wie man die Dyaden bilde geschweige denn wie ich es schaffe, dass jede Dyade eine Zeile hat. :/ Oder muss ich das einfach manuell machen?
Sind die Fälle also egal, in denen nur ein Kind oder nur ein Erwachsener teilgenommen hat? Diese haben dann ja keine Dyade..

Danke :)
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Re: Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Beitragvon strukturmarionette » Mi 20. Mär 2024, 06:37

- für diesen Zweck (bivariate Korrelation) sind zunächst zwei SPSS-Variablen erforderlich
- Existieren die in deiner SPSS-Datendatei?
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Re: Korrelation mit Dyaden - Verzweifelt

Beitragvon ponderstibbons » Mi 20. Mär 2024, 09:54

Und genau die zweite Option wäre die Korrelation über die K Items hinweg zu berechnen. Dann hätte ich für jede einzelne Dyade eine Korrelation über die Items hinweg, weiß dann aber nicht ob man dies nochmal irgendwie zusammenfassen kann.

Aber wozu soll das dienen? Wenn Du den Gesamtscore der Skala nimmst und mit diesem
über die n Paare eine Korrelation rechnest, hast Du die gewünschte Zusammenfassung.
Zusätzlich kannst Du zwischen den Kindern und Bezugspersonen einen Mittelwertvergleich
anstellen (t-Test für gepaarte Messungen), was eigentlich informativer ist.

Was die Darstellung von n einzelnen Koeffzienten angeht, da wäre eine Deskriptivstatistik
mit Minimum, Maximum, Median denkbar. Wenn ich auch wie gesagt nicht weiß, ob der
Ansatz viel hergibt.

Wie kann ich meine Daten denn so strukturieren?

Die k Itemwerte eines Kindes in k Reihen untereinander schreiben daneben die k Itemwerte der
zugehörigen Bezugsperson. Daneben einen geeigneten Code/Identifiyer, um zu kennzeichnen,
dass das alles zum selben Pärchen gehört. Darunter wiederum die k Werte für die nächste Dyade usw.
Korrelieren kannst Du das dann, indem Du mit "Datei aufteilen" nach dem Dyaden-Code aufteilst
und anschließend die Korrelationsberechnung durchführst. Im Ergebnis erhältst Du n
Korrelationskoeffizienten, für jede Dyade einen eigenen.

Oder muss ich das einfach manuell machen?

Ich weiß nicht, wie Deine Daten aktuell strukturiert sind, womöglich ist eine Eingabe von
Hand erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons
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